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Die Kriegsschuldfrage im Ersten Weltkrieg
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Die beiden Weltkriege gehören mit zu den finstersten Abschnitten
deutscher Geschichte. Angesichts dieser Katastrophen, verbunden
mit dem Leid, das durch die damaligen Entscheidungsträger
herbeigerufen wurde, gibt es dafür keine Entschuldigung, egal
wer der Schuldige letztlich sein mag. Die Großmachtidiotie
gipfelte nicht nur in der gegenseitigen militärischen
Vernichtung, sondern letztlich führte sie in Deutschland auch zu
einer deutschen Überheblichkeit, die im eigenen Land zur
Unterdrückung von völkischen Minderheiten führte und schließlich
in der Zeit der Nationalsozialisten zur barbarischen "Endlösung
der Judenfrage" und in einen weitgefassten systematischen
Völkermord mündete. Ursachen und Gründe müssen in den Zusammenhängen gesucht werden. Hierzu kommen
wir nicht umhin, einzelne Themen zu beleuchten.
Diese Seite möchte einen (bescheidenen) Einblick in die Verhältnisse des Deutschen Reiches kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs geben, um der Antwort näher zu kommen, was das damalige Deutsche Reich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs beigetragen hat. Die Akteure, die zu den Entwicklungen beitrugen, die letztlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten, konnten das Ausmaß möglicherweise nicht erahnen, in dem durch ihre Entscheidungen eine ganze Welt nachhaltig und irreversibel in katastrophalem Umfang geprägt werden würde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde vor allem in der Weimarer Republik die Frage der Kriegsschuld zumeist pauschal und einseitig zugunsten Deutschlands dargestellt. Der Versailler Vertrag, der die Kriegsschuld aus Sicht des Verlierers alleine dem Deutschen Reich "aufbürdete", ist in der Folgezeit als ein Diktat der Siegermächte interpretiert worden. Diese damals einseitig erstellten historischen Darstellungen wurden von den folgenden Generationen, leider auch oft nach der Hitlerdiktatur, zumeist kritiklos übernommen. Erst um 1960 leitete der Historiker Fritz Fischer mit einer Aufarbeitung sowohl der deutschen, als auch der ausländischen Geschichtsdokumente, ein Umdenken in der Frage der deutschen Kriegsschuld ein. Als Verfasser dieser Arbeit distanziere ich mich ausdrücklich von jeder Meinung und politischen Richtung, die sich außerhalb unserer Werte der Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung bewegt, so wie sie im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert sind. Diese Arbeit soll einer "rechts- oder linksradikalen" Meinungsbildung nicht als Vehikel dienen - was nicht geschehen kann, wenn sie richtig gelesen und verstanden wird. |
Die Armeechefs Hindenburg und Ludendorff, |